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Aus den Philippinen: Erklärung des Dankes an die Realschule Jülich, Deutschland


Wir möchten Euch Dank sagen.
Dank an Euch vom Kinderlernzentrum Batang Pit-os. Ihr habt uns geholfen beim Bau einer Schule, einer Bücherei und eines Spielplatzes, wo arme Kinder Neues lernen können, ihre ersten Lernschritte machen und Freude haben.
Dank an Euch vom Kinderdorf Batang Pit-os. Ihr helft, Kinder zu ernähren, die hungrig waren, die kein Zuhause haben, die missbraucht und vernachlässigt sind. Ihr gebt ihnen Hoffnung und Anregung und eine großartige Möglichkeit eines neuen Anfangs.

Wir danken Euren Eltern dafür, dass sie Euch gut erzogen haben, mit Werten wie Verstehen, Lieben und Teilen.
Wir danken insbesondere Euren Lehrern in der Realschule und Helga und Jochen Range von der Aktion Wasserbüffel, dass sie eine Brücke des Verständnisses und der Zusammenarbeit geschlagen haben.

Wir sind glücklich über Eure Hilfe. Obwohl wir verschiedene Wege gehen und Welten voneinander entfernt leben, haben wir eine gemeinsame Überzeugung - dass die Welt für Kinder besser werden sollte.

Für Batang Pit-os und die Stiftung Batang Pinangga sagen wir Daghang Salamat, das heißt: von Herzen Danke.


Butch Carpintero
Geschäftsführer-Batang Pinangga Stiftung
Projekt Koordinator-Batang Pit-os
CEBU, PHILIPPINES
NOVEMBER 14, 2003


Manila Times : Acht Millionen Schulkinder auf den Philippinen sind unterernährt
"Unterernährung ist ein lautloser Killer", so Carlos Padilla, Führer der Opposition im Repräsentantenhaus, und zitiert die Statistik des Gesundheitsministeriums, wonach jeden Tag 74 Filipinos, davon 45 Prozent Kinder im Schulalter, überwiegend wegen Unterernährung an Tuberkulose sterben. Padilla sieht in der Unter- bzw. Fehlernährung das Hauptproblem der hohen Quote an Schulversagern. Nur 60 Prozent der Schulkinder beenden die sechsjährige Schulpflicht mit einem Abschluss. "Unterernährte Kinder können nicht lernen, weil die Mangelernährung Gehirn und Körper schwächt", meint Padilla. Als einzige Abhilfe fordert Padilla ein institutionalisiertes Schulspeisungsprogramm durch die Regierung. "Die Regierung muss einen Krieg gegen die Unterernährung führen, die Unterernährung ist ein weit schwereres Problem als SARS." Aber das Erziehungsministerium verfügt nur über einen verschwindend geringen Etat für Schulspeisung.


Straßenkinder sind eine außerordentlich gefährdete Randgruppe auf den Philippinen
amnesty international (ai) hat sich ihrer in einer Aktion angenommen. Die Zusammenfassung des Berichtes von ai zu Kindern in Haft lesen sie im folgenden. Sie sehen, wie wichtig es ist, dass wir in Pangga bata Straßenkindern ein Heim bieten. Das vollständige Dokument von ai können Sie
hier ansehen oder laden.
Kinder sind einzigartig verletzlich wegen ihrer unvollständigen körperlichen, emotionalen und geistigen Entwicklung. Diese Verletzlichkeit ist besonders ausgeprägt im Zusammenhang mit Gesetzesanwendung, Strafrecht und Haft. In Anerkennung dieser Tatsache gibt es im internationalen und im philippinischen Recht eine Reihe rechtsverbindlicher Garantien zum Schutz von Kindern, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Diese Schutzgarantien schließen die Kinderrechtskonvention der UN ebenso ein wie das philippinische Gesetzeswerk zur Wohlfahrt von Kindern und Jugendlichen, Präsidialerlass 603 (Child and Youth Welfare Code, Presidential Decree 603). Diese und andere gesetzliche Schutzgarantien bilden zwar einen lobenswerten strukturellen Rahmen, aber nur die Vervollständigung und konsequente Anwendung dieses Gesetzesrahmens kann das Leben jugendlicher Häftlinge real und positiv beeinflussen.

amnesty international ist besorgt über eine Reihe beunruhigender Lücken im philippinischen Recht, die Kinder in Haft der Misshandlung oder Folter aussetzen sowie extremen Verzögerungen und unangemessenen Strafen. Die Organisation ist auch tief besorgt über die schockierende Diskrepanz zwischen dem Jugendstrafrecht auf dem Papier und in der Praxis. Entscheidende Vorsorgebestimmungen im internationalen und philippinischen Recht wie der Zugang zu Sozialarbeitern und Anwälten, Haft als ‘letztes Mittel’ und sofortige Anklageerhebung werden regelmäßig verletzt. Es gibt beständige Berichte, dass Kinder in Haft von den Wachpersonen, aber auch von erwachsenen Häftlingen, misshandelt werden. Kinder werden vor der Gerichtsverhandlung oft für lange Zeiträume inhaftiert, weitaus länger als ausdrücklich in gesetzlichen Standards vorgesehen. Sie werden auch häufig in den gleichen Zellen und Anstalten in Haft gehalten wie Erwachsene. Verwirrung über die Bestimmung, wer als Minderjähriger zu betrachten ist, führen häufig zu unangemessener Behandlung und gelegentlich auch zu unangemessenen Strafzumessungen. Die Haftbedingungen in überfüllten Gefängnissen verletzen häufig die Mindeststandards für die Behandlung von Häftlingen.
© PREDA 5-jähriges Kind im Gefängnis  

Dieser Bericht wirft ein Licht auf die zentralen Besorgnisse von amnesty international bezüglich der Festnahme und Haft von Kindern, wobei vor allem die Bestimmungen der Kinderrechtskonvention zu Grunde gelegt werden. amnesty international ist besorgt über ernste und weitverbreitete Versäumnisse im philippinischen Jugendstrafrecht. Sie bedürfen dringend einer Korrektur. Im ausführlichen Bericht, auf den sich diese Zusammenfassung bezieht, fordert amnesty international die philippinische Regierung dringend auf, eine Reihe von Empfehlungen zu befolgen, die sich auf Festnahme und Haft von Kindern unter Strafverdacht beziehen.

Die philippinische Regierung soll:

  • -gewährleisten, dass die Sicherheitskräfte bei einer Verhaftung oder dem ersten Kontakt mit einem Verdächtigten, der jünger als achzehn Jahre sein könnte, sofort nach dem Alter fragen und es dokumentieren.
  • unmittelbar und unparteiisch alle Anschuldigungen von Folter oder Misshandlung an Jugendlichen in Haft oder Arrest untersuchen. Die Beschuldigten sollen während der Untersuchung vom Dienst beurlaubt werden. Die Verantwortlichen müssen vor Gericht gestellt werden. Jegliche Information, die mutmaßlich durch Folter oder Misshandlung erlangt worden ist, darf vor Gericht nur als Beweis gegen die der Folter oder Misshandlung Beschuldigten verwendet werden.
  • gewährleisten, dass Kinder in Haft in Übereinstimmung mit internationalen Standards immer getrennt von Erwachsenen und möglichst in getrennten Anstalten untergebracht werden.
  • alle verhafteten Kinder unmittelbar nach der Inhaftierung einem Haftrichter vorführen.
  • gewährleisten, dass Eltern, Aufsichtspersonen und oder Sozialarbeiter sofort von der Inhaftierung verständigt werden und dass entsprechende Kontaktversuche aufgezeichnet werden und für unabhängige Überprüfungen zugänglich sind.
  • den Gebrauch von Haft vor der Gerichtsverhandlung für Kinder auf außergewöhnliche Umstände beschränken, in Übereinstimmung mit den internationalen Standards, dass die Verhaftung von Kindern nur als 'letztes Mittel' und nur für kürzest mögliche Zeiträume erfolgen soll.
  • besonders dringend das Gesetz in Kraft setzen, das die Todesstrafe für Kinder verbietet. Dazu muss das Alter jedes Kindes vor einer Verhandlung wegen einer Straftat, bei der die Todesstrafe verhängt werden kann, festgestellt werden

Morde an Straßenkindern in Davao City
Die philippinische Nichtregierungsorganisation PREDA des Priesters und Menschenrechtlers Shay Cullen berichtet, dass in Davao City wieder Straßenkinder und Jugendliche durch Todesschwadronen und Vigilantegruppen ermordet werden. Es handelt sich vor allem um Kinder, die verschiedener krimineller Delikte verdächtigt werden, Drogenhandel oder Taschendiebstahl. Es gibt Vermutungen, dass lokale Politiker und Sicherheitskräfte mit den Todesschwadronen zusammen arbeiten. Zumindest wird von politischer Seite kaum etwas gegen die Tötungen unternommen. Insgesamt wurden in den letzten fünf Jahren mehr als 80 Kinder Opfer dieser Morde.
Nach der Meinung vieler Leute für die Morde letztlich verantwortlich ist der Saubermann und Bürgermeister von Davao City Rodrigo Duterte , der sich seine Sporen als Menschenrechtsverletzer schon unter dem Diktator Marcos verdient hat. Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre haben die von ihm mit begründeten Todesschwadronen, darunter die berüchtigte Alsa Masa, mit Aufständischen, Oppositionellen und Kriminellen in Davao "reinen Tisch" gemacht. Auch damals war er Bürgermeister der Millionenstadt.
Aktuell aufgegriffen wurde die Serie der Morde an Kindern und Jugendlichen vom
Philippine Center for Investigative Journalism - PCIJ. In einem zweiteiligen Bericht wird über die Fortsetzung der Mordserie bis Ende 2002 berichtet, sowie über die Hintergründe. Erzählt wird die Geschichte der Familie Alia in Davao, die seit 2001 drei ihrer Kinder durch Morde - vermutlich durch Todesschwadronen - verlor. Der letzte war Bobby Alia, der im November 2002 getötet wurde. Die katastrophalen Zustände in Familien durch die Armut, die Kinder zu Straßenkindern und Kriminellen werden lassen, werden vor allem im zweiten Teil diskutiert, anhand der Erkenntnisse der Organisation Tampayan, die sich gezielt dieser Kinder und Jugendlichen annimmt. Davao Citys Bürgermeister Rodrigo Duterte argumentiert: "Wenn wir immer erst Ursachenforschung der Armut machen wollen, werden wir alle getötet" (gemeint ist wahrscheinlich: von jugendlichen kriminellen Gangs).

Das Problem ist nicht auf Davao beschränkt. Umso wichtiger ist es, verlassene Kinder von der Straße zu holen und sie vor Kriminalität und Prostitution zu bewahren. Daher fördert Aktion Wasserbüffel e.V. das Kinderdorf Pangga Bata auf Cebu.